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"Jelena Dokic will nach ganz oben"
wort.lu, Luxemburg
19th Juny, 2005
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wort.lu - Sport

Jelena Dokic will nach ganz oben
Ehemalige Nummer vier der Weltrangliste bei den ITF-Roller Open in Petingen im Einsatz
Letzte Aktualisierung: 19-07-2005 08:58
Von KEVIN ZENDER

Ab heute schlagen die Spielerinnen des Hauptfelds in Petingen auf. In der Qualifikation stand mit Jelena Dokic eine Spielerin auf dem Platz, die noch vor vier Jahren auf dem vierten Rang der Weltrangliste zu finden war. Danach kam der fast bodenlose Absturz und heute findet sich die sympathische Sportlerin aus Serbien-Montenegro auf Platz 381 wieder.

Dokic nutzt die Gelegenheit, bei diesem Turnier anzutreten um weitere Spielpraxis auf dem Weg nach oben zu sammeln. In der Qualifikation lief es für die Serbin zu Beginn ganz gut. Ihr gestriges Spiel gegen Vallverdu-Zaira verlor Dokic allerdings.

"Von Anfang an hatte ich Probleme, in die Begegnung zu finden. Meine Gegnerin nutzte dies kaltschnäuzig aus und gewann den ersten Satz", so die 22-jährige Rechtshänderin. Im zweiten Satz lag Dokic mit 1:4 zurück, doch sie kämpfte und gewann fünf Spiele in Folge (6:4). Im letzten Satz hatte sie mit 5:7 erneut das Nachsehen. Als "Lucky Loser" hat sie sich dennoch für das Hauptfeld qualifiziert.

Mit Tränen in den Augen sprach Dokic, die seit 1998 im Profigeschäft unterwegs ist, im Anschluss über die Gründe, die sie in der Weltrangliste 300 Plätze verloren ließen: "Eine Ellbogenverletzung sowie private Probleme waren die Gründe meines Absturzes. Ich versuche jetzt wieder an die Leistungen anzuknüpfen, die ich einst kannte." Private Probleme kannte Jelena haufenweise. Ihr Vater Damir war auf vielen Turnieren als Störenfried bekannt und sorgte für so manchen Eklat, sei es dass er mit einem Mikrophon der Presse davonlief oder angetrunken aus Clubs flog. Der Vater, der kaum Englisch sprach, war immer wieder auf seine junge Tochter angewiesen, um die Behörden zu beruhigen. Keine leichte Jugend für eine Spielerin, die in jungen Jahren bereits von Belgrad nach Sydney ausreiste.

Rapider Aufstieg

Im Jahre 2001 gewann Dokic in Rom ihr erstes großes Turnier. Danach häuften sich die Erfolge. Ob beim Toyota Princess Cup in Tokio (JPN), dem Kremlin Cup in Moskau (RUS), in Birmingham (GB) oder bei den Sarasota Open in Florida (USA), Dokic wusste überall zu überzeugen. Auf allen Belägen war sie erfolgreich.

Doch die Zeiten haben geändert. Im Hinblick auf ihre zukünftigen Ziele gab sich Dokic zuversichtlich. Langsam möchte sie sich wieder an die Weltspitze herankämpfen. "Ich nutze Turniere wie dieses, um Spielpraxis zu sammeln. Außerdem muss ich wieder ganz von vorne beginnen und das ist nur bei niedrig dotierten Turnieren möglich." Die ehemalige Top 5, die in Petingen auf eine Wildcard verzichtete, um durch die Qualifikation mehr Spiele bestreiten zu können , strotzt momentan nur so vor Selbstbewusstsein. Dokic, die 2001 mit der Spanierin Conchita Martinez gar im Doppelfinale von Roland Garros stand, möchte sich in naher Zukunft auf das Einzel konzentrieren:

"Ich habe nicht für die Doppelkonkurrenz gemeldet, da mir sonst zu viele Spiele an einem Tag ins Haus stehen." Nach dem Turnier in Petingen wird die 1,75 m große Serbin eine Woche pausieren, ehe sie bei zwei Turnieren in Italien versuchen wird, weitere Punkte für ihren Aufstieg in der Weltrangliste zu sammeln . Mit 22 Jahren hat die Serbin, die 1999 und 2000 für Australien im Fedcup mitwirkte , schon extreme Höhen und Tiefen erlebt. Vor zwei Jahren eilte sie von Topturnier zu Topturnier und heute schlägt sie in der Qualifikation im TC Petingen auf.

© saint-paul luxembourg
Redaktion wort.lu
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